Im Jahr 1986 wurden anläßlich des 150-Jahre Jubiläums der Kurstadt die Meraner Musikwochen ins Leben gerufen und gaben der Tradition Merans als Musikstadt einen neuen Aufwind. Von Beginn an hat sich das Festival höchsten künstlerischen Ansprüchen verpflichtet. Unter der künstlerischen Leitung von Andreas Cappello haben die Meraner Musikwochen in kurzer Zeit große Berühmtheit erlangt und sind nun ein anerkannter Fixpunkt in der Festivallandschaft Europas.
Die ersten Jahre des Festivals waren vorwiegend der Kammermusik gewidmet. Konzerte mit der Camerata Bern, den 12 Cellisten der Berliner Philharmoniker, den Solisti Veneti unter Claudio Scimone und den Moskauer Virtuosen mit Vladimir Spivakov zählen zu den ersten Höhepunkten des Festivals. Aber auch das Emerson String Quartet und das Orpheus Chamber Orchestra konnten 1987 im Rahmen ihrer ersten Europatournee verpflichtet werden.
Einen neuen Abschnitt in der Geschichte des Festivals leitete 1990 der weltweit gefeierte Musiker Heinrich Schiff ein. Er gestaltete eine eigene Konzertreihe, ein Festival im Festival, wobei er mit dem Hagen Quartett, der Deutschen Kammerphilharmonie und weiteren Künstlern das Publikum mit vielseitigen Programmen begeisterte. 1992 wirkte Sir Neville Marriner in der künstlerischen Leitung mit. Die Academy of St. Martin in the Fields wurde zum Residenzorchester des Festivals und garantierte dadurch einen weiteren Qualitätssprung.
Inzwischen haben alle großen Orchester aus Budapest, Götheburg, Israel, London, Moskau, Paris, St. Petersburg, Prag und Warschau die Meraner Musikwochen zu einem Festival der Sinfonien gemacht. Persönlichkeiten wie Charles Dutoit, Sir John Eliot Gardiner, Carlo Maria Giulini, Lorin Maazel, Sir Neville Marriner, Zubin Mehta, Kurt Masur, Sir Roger Norrington, Mstislav Rostropovitch sorgten für unvergessliche Aufführungen.