Von hundert Äpfeln, die in der Europäischen Gemeinschaft erzeugt werden, stammt einer aus Lana. Mit einer Jahresernte von 6000 bis 7000 Waggon erzeugt die Burggräfler Marktgemeinde ein Zehntel der Südtiroler Edelobstproduktion, die wiederum etwa 10 Prozent der gesamteuropäischen Ernte ausmacht.
Sitz des Museums ist der Ansitz Larchgut in Niederlana. Das behäbige Anwesen besteht aus einem mittelalterlichen Wohnraum, der im Jahre 1301 erstmals erwähnt wird, einem spätgotischen Anbau aus der Zeit um 1530, dem zweigeschossigen Wirtschaftsgebäude, dem Hofraum und einem kleinen "Baumgarten".
Das Südtiroler Obstbaumuseum verfügt über 16 Schauräume, die mit typischen Zeugnissen des historischen wie des modernen Obstbaues ausgestattet sind. Neben den ausgestellten Gegenständen, Dokumenten, Modellen usw. sind es rund 60 Schautafeln, die in Wort und Bild durch die Geschichte des Südtiroler Obstbaues führen.
Die Entwicklung des Obstbaues vom Mittelalter bis in die Gegenwart herauf erschließen Exponate und Schautafeln im ersten Stock des Gebäudes: die Herkunft des Apfels aus dem asiatischen Raum, seine Verbreitung im bronzezeitlichen Europa, die Rolle der Baumgärten in Mittelalter und Neuzeit, die ersten Ansätze des Erwerbsobstbaues im 18. Jahrhundert, seine sprunghafte Verbreitung gegen Ende des 19. Jahrhunderts durch Etschregulierung und Eisenbahnbau und schließlich der Weg des Obstbaues vom Nebenerwerb zum Vollerwerb im 20. Jahrhundert.
Öffnungszeiten: 01.04.-30.10.10 Dienstag - Samstag 9.30-12.30 Uhr und 14.00 - 17.00 Uhr Führungen: April - Oktober: jeden Freitag um 10.00 Uhr April, Mai, September und Oktober: jeden Dienstag um 14.30 Uhr mit anschließender Apfelverkostung. Juli und August: Führung speziell für Familien jeden Mittwoch um 10.00 Uhr. Im Juni keine Führungen Die Führungen sind in deutscher Sprache. Eine Anmeldung ist nicht nötig.
Preise: Erwachsene 4,00 €, mit Gästekarte, 3,50 €, Kinder 7 - 15 Jahre 1,50 €, Familienkarte 8,00 €, Gruppen ab 10 Personen 2,50 €, Führungen für Gruppen 27,00 €.